Bild Wissen Gestaltung. Ein Interdisziplinäres Labor

Komplexe Probleme lassen sich nicht in den Grenzen eines einzelnen wissenschaftlichen Fachs lösen. Sie bedürfen des Wissens und der Fähigkeiten von Forscher/innen aus den unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen, die sich in einem Cluster zusammenfinden. Hierdurch sollen im Rückschluss auch die Disziplinen selbst gestärkt und bereichert werden. Das Interdisziplinäre Labor Bild Wissen Gestaltung ist ein solcher Zusammenschluss aus Geistes-, Natur- und Technikwissenschaften, der Medizin und — erstmalig für Grundlagenforschung — auch der Gestaltungsdisziplinen Design und Architektur. Mehr als 25 verschiedene Disziplinen erforschen im Interdisziplinären Labor grundlegende Gestaltungsprozesse der Wissenschaften.

BILD

Für die Definition, was ein Bild ist, gibt es zahlreiche Ansichten. Für den Architekturtheoretiker Leon Battista Alberti (1404 – 1472) war ein Bild nicht nur eine Bildfläche, sondern grundsätzlich alles, was der Mensch mit einem minimalen Eingriff gestaltet. Diesem weitgefassten Bildverständnis schließt sich das Interdisziplinäre Labor Bild Wissen Gestaltung an. Das Spektrum seiner Forschung umfasst Gegenstände, Räume, Strukturen, Bewegungsformen und Klänge. In Basisprojekten wird untersucht, wie diese Bildformen das Wissen, das sie darstellen, aktiv mitgestalten.

WISSEN

Seit jeher wurde die Erzeugung, Übertragung und Speicherung von Wissen durch Architektur, Medien und Werkzeuge, Strukturen und Modelle, Informationsmittel und Bilder geprägt. Von der Laboranordnung bis zum Seminarraum, von der chemischen Formel bis zum Theoriegebäude — Wissenschaft ist historisch bedingte Gestaltung. Durch neue Verfahren im Bereich der Virtualisierung und Vernetzung von Daten oder der digitalen Bildgebung steht die Forschung vor neuen Herausforderungen. Die Frage, welches gestalterische Potential in einem Wissen steckt, das einerseits historisch geprägt ist, kann und muss auch über kritische Rückblicke gehört werden. Historische Reflexion und Innovation bilden zwei Seiten derselben Medaille.

GESTALTUNG

Bildgebung und Wissenserzeugung sind gemeinsame Praktiken; sie beeinflussen Wahrnehmung, Denken und Handeln. Der Cluster ist von der Überzeugung getragen, gestalterische Prozesse in der technisch hochgerüsteten Wissensgesellschaft als genuine Forschungsleistung zu begreifen und die Forschung ihrerseits als Gestaltungsprozess ernst zu nehmen. Auf dieser Basis, Gestaltung als Materialisierung und Realisierung des Wissens zu untersuchen, verknüpft der Cluster Grundlagenforschung und deren Anwendung.

Videos zur Tagung »Transformationen des Buchdrucks«

Nachrichten

Abendvortrag von Prof. Dr. Stefan Rieger: Zur biologischen Modellierung von Temporalität

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IM RAHMEN DES PROJEKTS »VISUELLE ZEITGESTALTUNG«



Dienstag, 24. Mai 2016, 18.15 Uhr


Dorotheenstraße 26 – Hörsaal 207

Begrüßung und Einführung


TILL JULIAN HUSS, PROF. DR. CLAUDIA BLÜMLE

Moderation


PROF. DR. CHRISTOF WINDGÄTTER

Abendvortrag von Prof. Dr. Claudia Mareis: Die Zeitlichkeit des Entwerfens

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IM RAHMEN DES PROJEKTS »VISUELLE ZEITGESTALTUNG«

Dienstag, 31. Mai 2016, 18.15 Uhr
Dorotheenstraße 26 – Hörsaal 207

Begrüßung und Einführung
PROF. DR. CLAUDIA BLÜMLE,
PROF. DR. CHRISTOF WINDGÄTTER

Moderation
TILL JULIAN HUSS

Abendvortrag: Begrenzte Unendlichkeit Modelle der Zeit in der Gegenwartskunst

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IM RAHMEN DES PROJEKTS »VISUELLE ZEITGESTALTUNG«
Dienstag, 17. Mai 2016, 18.15 Uhr
Dorotheenstraße 26 – Hörsaal 207

Begrüßung und Einführung
PROF. DR. CHRISTOF WINDGÄTTER, TILL JULIAN HUSS

Moderation
PROF. DR. CLAUDIA BLÜMLE

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Sonntag, Mai 1, 2016

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