KlangSehen
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KlangSehen
Ausstellung (abgeschlossen)

Ausstellung KlangSehen

12.10.2015 - 17:00 Uhr bis
27.11.2015 - 18:00 Uhr
Ort
Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum

Die Ausstellung KlangSehen nähert sich den Übertragungs- und Speicherprozessen von Klang wissenschaftlich und künstlerisch. Sowohl unsere Wahrnehmung von Klängen wie unser Wissen über Klang ist hochgradig von den Praktiken, Techniken und Apparaten geprägt, mit denen wir Klänge prozessieren.

Eröffnung: 12. Oktober 2015, 17 Uhr

Finissage: 27. November 2015, 18 Uhr

Im KlangSehApparat, einer raumgreifenden, durchlaufbaren Konstruktion, fügen sich die verschiedenen Ausstellungsobjekte räumlich zu einem Apparat zusammen. Der Apparat ist ein optisches Leitbild und dient als gedanklicher Überbau der Ausstellung. 

Einerseits bildet er den Rahmen für eingehängte Ausstellungselemente, Vitrinen und transluzente Paneele, wodurch der Eindruck einer Welle durch den Raum entsteht; die überlappenden Elemente deuten auf das Thema der Un- bzw. Sichtbarkeit von Klang hin.

Andererseits spiegelt sich in der Akkumulation der Objekte ein kaleidoskopischer Blick auf die Speicherung, die Transformation und Transkription von Klang wieder. Indem der Apparat Schallwellen aus dem rein Akustischen herauslöst und auf andere Sinne überträgt, können Klänge als sinnübergreifendes Phänomen erkundet werden. 

Der KlangSehApparat teilt sich in drei Bereiche auf:

Wahrnehmung. Welches Klangwissen ist in den Materialien, Formen, Körpern und Bewegungen gespeichert und wie wird dieses Wissen durch audio-visuelle Übertragungsprozesse sicht-, hör- und fühlbar? 

Experiment. Für Jonathan Sterne bedingen sich Praktiken des Hörens und die Entwicklung neuer Technologien gegenseitig. Die im KlangSehApparat sichtbar gemachten Klangereignisse weisen auf diesen Prozess als eine epistemische Operation hin und kreieren »machines to hear for us« (Sterne) entlang der basalen Medienoperationen von Übertragung, Speicherung und Prozessierung nach Friedrich Kittler. 

Notation. Wie lässt sich das Verhältnis von Entwurf, Aufzeichnung, Wiederholung, Reproduktion und Werk neu fassen? Im KlangSehApparat werden Entwurfsprozesse selbst zu autonomen Kunstwerken: als Anweisung zum Spiel, als Mittel zur Kommunikation oder aber als autonomes Werk.

KlangSehenFinissage

19:00 Uhr Rundgang um den KlangSehApparat
(Foyer des Grimm-Zentrums)

19:30 Uhr PERFORMANCE »Untitled II«
by Marianthi Papalexandri Alexandri
(Auditorium des Grimm-Zentrums, Zugang über Foyer)

20:00 Uhr PODIUMSDISKUSSION
»Machines To Hear For Us: Perceiving, Filtering, Storing«
(Auditorium des Grimm-Zentrums, Zugang über Foyer)

DETAILS:

PERFORMANCE »Untitled II« (2010)
Marianthi Papalexandri Alexandri performs her work Untitled II solo for sound sculpture / instrument, developed in collaboration with kinetic artist Pe Lang.
https://vimeo.com/57334299

PODIUMSDISKUSSION
»Machines To Hear For Us: Perceiving, Filtering, Storing«
Einführung: Carla J. Maier
Gäste:
Sarah-Indriyati Hardjowirogo // Einstein-Forschungsprojekt 3DMIN (Design, Development and Dissemination of New Musical Instruments), Technische Universität (Berlin)
Satoshi Morita // Klangkünstler (Tokyo/Berlin)
Gösta Wellmer // Head of User Interface Design bei Native Instruments (Berlin)
Dr. Marianthi Papalexandri-Alexandri // Klangkünstlerin/Komponistin (Berlin) 
Moderation: Holger Schulze

Der Audiowalk
»Vielleicht wurde die Sprache erfunden, um die Taubheit zu vergessen«/
»Maybe language was created for the numbness to be forgotten«
der Teil der Ausstellung KlangSehen ist,
kann noch bis zur Finissage zu folgenden Zeiten durchgeführt werden:

Dienstag, 10. November von 14:00-17:00 Uhr
Donnerstag 12. November von 16:00-19:00 Uhr
Montag, 16. November von 14:00-17:00 Uhr
Donnerstag, 19. November von 16:00-19:00 Uhr
Montag, 23. November von 14:00-17:00 Uhr
Donnerstag, 26. November von 16:00-19:00 Uhr

Kopfhörer & Abspielgeräte für den Audiowalk können im Foyer des Grimm-Zentrums ausgeliehen werden.

Die Ausstellung wird durch Kopfhörer von Lautsprecher Teufel GmbH unterstützt.