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Event (abgeschlossen)

Mittel und Wege finden – Wie Frauen durch Kunst und Wissenschaft navigieren (2)

20.04.2017 - 18:30 Uhr bis
20.04.2017 - 20:30 Uhr
Ort
Tieranatomisches Theater
Philippstr. 12/13, 10115 Berlin

Künstler_innen Juliane Laitzsch, Katrin von Lehmann, Eva-Maria Schön im Gespräch mit Felix Sattler

SATELLITE BERLIN – Art in collaboration in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik an der Humboldt-Universität zu Berlin gibt hiermit die zweite Veranstaltung der Gesprächsserie »Mittel und Wege finden – wie Frauen durch Kunst und Wissenschaft navigieren« bekannt. Zur gleichzeitigen Veröffentlichung der Publikation »Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise« (DOWN WITH ART! Verlag, Potsdam) von Juliane Laitzsch, Katrin von Lehmann, Eva-Maria Schön möchten wir dem Publikum dieses spannende Projekt in einem öffentlichen Dialog vorstellen. »Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise« ist ein vierjähriges Work-in-Progress-Projekt, welches die Künstlerinnen im Betriebsrestaurant des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin, im Austausch mit dort ansässigen Wissenschaftlern, erarbeiteten. 

Was mit einem regelmäßigen Mittagessen in der Kantine des Instituts begann, entwickelte sich durch Neugierde der Künstlerinnen zu einem fortlaufenden Dialog mit den Molekularbiologen Lars Wittler, Peter Arndt und Sebastian Meijsing. Die Kantine entpuppte sich als der wichtigste Ort für den gemeinsamen Austausch, und wurde somit als eine Art Kunstlabor, in dem Fragen über unterschiedliche Vorgehensweisen, wie z.B. »was heißt es, ein Experiment durchzuführen?«, »welche Rolle spielen Bilder/Visualisierungen?« oder »welche Bedeutung hat das Scheitern?«, nachgegangen wurde. Mehrmals wurden auf vorbereiteten Pinnwänden Materialien und Arbeitsproben aus den Arbeitsprozessen gezeigt. »Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise« adressiert eine Vielfalt von Themen und Erfahrungen, die in ihrer Natur einem interdisziplinären Ansatz entspringen. Deswegen möchten wir unserem Publikum die Möglichkeit geben, einem lebhaften Dialog beizuwohnen – den Blick immer auf Offenheit, Neugierde und Inspiration gerichtet.

Felix Sattler, Kurator des Tieranatomischen Theaters (TA T) an der Humboldt-Universität zu Berlin, wird den Künstlerinnen Antworten auf die für die Zusammenarbeit zwischen Kunst und Wissenschaft entscheidenden Fragen entlocken.

Die Gesprächsreihe »Mittel und Wege finden – wie Frauen durch Kunst und Wissenschaft navigieren« präsentiert Künstlerinnen im Gespräch mit Autoren_innen, Kuratoren_innen und Wissenschaftler_innen. Jede von ihnen ist als außergewöhnliche Künstlerin bekannt und hat zu einem Zeitpunkt Ihrer Karriere in Verbindung mit den Wissenschaften gearbeitet – dies entweder unabhängig oder in enger Zusammenarbeit mit individuellen Wissenschaftler_innen und/oder wissenschaftlichen Instituten. Die entstandenen Resultate in Form von künstlerischen Arbeiten und Findung neuer Prozesse fanden sowohl in der Kunst als auch in der Wissenschaft großen Anklang und Interesse. Die Veranstaltungen der Serie finden jeweils an unterschiedlichen Orten statt. Sie werden auf der Website von SATELLITE und auf Facebook bekanntgegeben.


Über die Künstlerinnen:

Eva-Maria Schön wurde 1948 in Dresden geboren. Nach der Ausbildung zur Fotografin und einem Kunststudium an der Kunstakademie in Düsseldorf, lehrt sie seit 1984 unter anderem an der Marmara Universität in Istanbul, der UdK in Berlin und am Art College Guernsey in Großbritannien. Sie stellt in Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland aus. Darüber hinaus wurde sie mit internationalen Stipendien gefördert und ihre Arbeit wurde mit Preisen ausgezeichnet.

Juliane Laitzsch wurde 1964 in Nürnberg geboren und lebt und arbeitet in Berlin. Von 1987-1995 studierte sie in Bremen und Berlin Bildhauerei und wurde 1995 zur Meisterschülerin ernannt. Seit 2010 ist sie Lehrbeauftragte in der Grundlehre an der Berliner UdK. Ihre Arbeiten wurden seit 1996 in internationalen Gruppenausstellungen sowie Einzelausstellungen in Deutschland gezeigt und befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen wie der Berlinischen Galerie, der Sammlung des Bundesministerium für Wirtschaft, Berlin und der Fidelty Investments Art Collection, London. Sie wurde mit Stipendien gefördert, u. a. vom Berliner Senat.

Katrin von Lehmann wurde 1959 in Berlin geboren und studierte von 1984-1991 an der Akademie der Künste in München. Derzeit lebt und arbeitet sie in Berlin und Groß Glienicke. Katrin war als Gastkünstlerin im Max Planck Institute für Wissenschaftsgeschichte in Berlin sowie Teilnehmerin am Horta Projekt an der Universität Berlin in Norwegen. Sie ist Preisträgerin des DAAD Fellowship und des Brandenburgischen Kunst-Förderpreises (BKF). Ihre Werke wurden sowohl in Deutschland als auch in Portugal und in der Schweiz in zahlreichen Einzel- und Dauerausstellungen gezeigt.


Über Felix Sattler:

Felix Sattler ist Mitarbeiter am Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik und seit 2013 Kurator für das Tieranatomische Theater der Humboldt-Universität zu Berlin. Er studierte Medienkultur und Mediengestaltung an der Bauhaus-Universität Weimar und Fotografie am College of Fine Arts, Sydney. Seit 2002 entwickelt er Ausstellungen und ästhetische Praktiken mit Objekten und Narrativen von Natur und Kultur.
Als künstlerischer Mitarbeiter war er von 2007 bis 2013 an der Bauhaus-Universität Weimar an der Professur von Christine Hill mit den Schwerpunkten »Szenographien des Wissens« und »Praxis der Sammlung/ästhetische Epistemologie« tätig.





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