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Beteiligte Wissenschaftler_innen & Literaturangaben für AudioWalk »Typographie & Orientierung«

Juliane Köhler

Tom Lilge
Studium der Philosophie und Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität. Arbeit als Theaterautor, Dramaturg und Theoretiker (u.a. ›Du sollst! Kapitalismus als Religion und seine Performer. Merve Verlag.)  2013 Cofounder und Leitung des interdisziplinären Forschungsprojektes gamelab.berlin am Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung.


Christian Loeben
Christian E. Loeben studierte Ägyptologie und Kunstgeschichte in Berlin, Abschluss mit einer Arbeit über Tutanchamun. Bereits während des Studiums mehrmonatige Ägyptenaufenthalte mit Feldarbeiten in Saqqara, Theben und Deir el-Haggar, Oase Dachla. 1985-7 Anstellung an der Universität Chicago. 1990-1 Dozent am Institut Khéops, Paris. 1992-2003 Dozent für Ägyptologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort 1999 Promotion zum Dr. phil.. Außerhalb Berlins Lehrtätigkeit auch an den Universitäten von Leipzig, Havanna, Marburg, Köln und Göttingen sowie Mitglied in Promotionskommissionen an den Universitäten von Straßburg und Paris. Seit 1993 ägyptologischer Fachberater für die Antikensammlung des Kubanischen Nationalmuseums der Schönen Künste in Havanna. Seit 2004 der für diesen Sammlungsbereich verantwortliche Ägyptologe am Museum August Kestner, Hannover. Er ist begeisterter Opern- und U-Bahn-Fan.

Literatur:
Günther Bellmann: Durch Berlin mit der U-Bahn – Wittenbergplatz bis Schönhauser Allee. Berlin 2001.
Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin (GVE) e.V.: U2 – Geschichten aus dem Untergrund. Berlin 1995.
Ulrich Lemke / Uwe Poppel: Berliner U-Bahn. Berlin 1996 (4. überarb. Aufl.).
Jürgen Meyer-Kronthaler und Klaus Kurpjuweit: Berliner U-Bahn – In Fahrt seit hundert Jahren. Berlin 2001.
Alexander Seefeldt: U2 – Die „City-Linie über Zoo und Alex – Planung, Bau, Betrieb, Stationen. Berlin 2017.
Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen: Linie U2 – Wiederherstellung einer U-Bahnverbindung. Berlin Baut, Heft 13 (1993).
Marianne Ström: Metro-art in the Metro-polis. Paris 1994.


Julia Meer
Julia Meer studierte Kommunikationsdesign und promovierte zur Rezeptionsgeschichte der Neuen Typografie. Von 2008–14 arbeitete sie am Lehrstuhl für Designgeschichte der Bergischen Universität Wuppertal, gestaltete dort Kataloge und Ausstellungen, u.a. zu Mies van der Rohes ›Barcelona Chair‹ und Ferdinand Kramers Produktdesign. 2012 gab sie das Buch ›Women in Graphic Design 1880–2012‹ mit heraus. Seit 2014 ist sie Teil des Exzellenzclusters ›Bild Wissen Gestaltung‹ der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie u.a. zur Rezeptionsgeschichte des Bauhauses sowie Prozessdarstellungen in Werbeanzeigen 1880–2016 forschte. 2018 ist sie – gefördert durch die VW-Stiftung – Visiting Scholar am MIT, Cambridge, USA und arbeitet dort an einer Publikation über das Grafikdesign des MIT.

Literatur:
Sebastian Gießmann: Die Verbundenheit der Dinge. Eine Kulturgeschichte der Netze und Netzwerke. Berlin 2014.
London Underground Poster: www.ltmuseum.co.uk/collection/collerction-online/posters (21.2.2018).
Marie Neurath / Robin Kinross: The Transformer – Principles of Making Isotype Charts. London 2009.
Janet Vertesi: Mind the Gap – The London Underground Map and Users’ Representation of Urban Space. In: Social Studies of Science, Jg. 38, Nr. 1, 2008, S.1–32.

Christine Schmid
Christine Schmid promoviert im Fach Kulturanthropologie (Europäische Ethnologie) an der Humboldt- Universität zu Berlin zum Thema: „Ver-rückte Expertisen. Eine Ethnografie über Genesungsbegleitung in der (teil)stationären psychiatrischen Versorgung – über Erfahrung, Expertise und Praktiken des Reflektierens.“ Sie war Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung und arbeitet gegenwärtig im Forschungsprojekt PsychCare an der Evaluation psychiatrischer Versorgung in Deutschland. Sie studierte Europäische Ethnologie und Geographie in Berlin, London und Yerevan/Armenien. Ihr Forschungsinteressen sind Wissensproduktion, Science and Technology Studies, Schnittstellen von Kunst und Europäischer Ethnologie sowie Formen der Raumkonzeption und -aneignung.

Literatur:
Erving Goffman: Das Individuum im öffentlichen Austausch – Mikrostudien zur öffentlichen Ordnung. Frankfurt am Main 1982.
Stefan Hirschauer: Die Praxis der Fremdheit und die Minimierung von Anwesenheit – Eine Fahrstuhlfahrt. In: Soziale Welt 50, Nr. 3 (1999), S.221–45.

Erik Spiekermann
Erik Spiekermann ist Setzer, Drucker, Kunsthistoriker, Informationsdesigner, Schriftentwerfer und Fachautor.  1979 gründete er MetaDesign. Projekte u.a. Leitsysteme für die BVG Berlin, Flughafen Düsseldorf, CD Programme für Audi, VW et al. 1989 Gründer FontShop, weltweit erster Vertrieb für elektronische Schriften. Einige seiner Schriftenwürfe, u.a. FF Meta und ITC Officina, gelten als moderne Klassiker. Exklusivschriften für Bosch, Deutsche Bahn, ZDF etc. Honorarprofessor HfK Bremen, emeritierter Professor UdK Berlin, Ehrendoktor Art Center Pasadena, Royal Designer for Industry der Royal Society for the Arts in London, Preisträger Königliche Akademie Den Haag. Gründungsmitglied Forum Typografie. 2011 Designpreis Deutschland für das Lebenswerk, sowie TDC Medaille in New York und SOTA Award in New Orleans, ebenfalls für das gesamte Schaffen. Februar 2013 Ehrenpreis für das Lebenswerk vom ADC Deutschland, 2017 von Eyes & Ears Europe. Das Designbüro Edenspiekermann ist in Berlin, Amsterdam, San Francisco und Los Angeles. Seine Typografische Werkstatt P98a verbindet digitale Techniken mit dem analogen Buchdruck.


Johanna Steindorf
Johanna Steindorf arbeitet als Medienkünstlerin mit partizipativen Performances, Audio, Fotografie und Video und verwendet oft narrative und mobile Formate. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf den Themen Migration, Gender und öffentlicher Raum. Seit 2012 beschäftigt sie sich im Rahmen ihrer PhD-Arbeit an der Bauhaus-Universität Weimar intensiv mit dem Audio-Walk. Diesen setzt sie sowohl als künstlerisches Format als auch Methode ein.

Literatur:
Michel de Certeau: Kunst des Handelns. Berlin 1988.
Shūhei Hosokawa / Birger Ollrogge: Der Walkman-Effekt. Berlin 1987.
Molly Roy: Nonstop Metropolis. A New York City atlas. Oakland, California 2016.
Johanna Steindorf: Speaking from Somewhere – Der Audio-Walk als künstlerische Praxis und Methode. Dissertation, Bauhaus-Universität Weimar 2019.


Katharina Walter
Katharina Walter hat sowohl Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Typographie und Buchgestaltung an der Hochschule Mainz studiert als auch Kulturwissenschaft (M.A.) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2013 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am ›Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor‹, in dessen Rahmen sie ihre Dissertation zum Medienumbruch des Fotosatzes im 20. Jahrhundert verfasst. In ihrer Forschung entwickelt sie eine kulturtechnische Perspektive auf die Typographie und hat u. a. intensiv zum Werk Adrian Frutigers gearbeitet, der in den 1970er Jahren das typographische und piktographische Beschilderungssystem für den Pariser Flughafen Charles de Gaulle und die Pariser Metro entworfen hat. In einem weiteren wissenschaftsgeschichtlichen Forschungsschwerpunkt untersucht die Kulturwissenschaftlerin außerdem die Wechselbezüge zwischen experimenteller Leseforschung und Schriftgestaltung seit dem 19. Jahrhundert. 

Literatur:
Marc Augé: Nicht-Orte. 3. Aufl. München 2012.
Heidrun Osterer / Philipp Stamm (Hg.): Adrian Frutiger – Schriften. Das Gesamtwerk. Basel 2009.
Adrian Frutiger: ›Die Beschriftung des Flughafens Paris-Roissy‹. In: Typografische Monatsblätter 96, 1977, S.1–16.




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